Jamel ist ein kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern mit 35-38 Einwohner:innen, fast alle von ihnen rechtsextreme Neonazis.

2004 ziehen Horst und Birgit Lohmeyer in den ehemaligen Forsthof in Jamel. Sie vertreten nicht die politischen Ansichten ihrer Nachbar:innen und beschließen 2007 etwas gegen die rechtsextreme Abschottung des Dorfes zu tun. Es kommt zum ersten „Jamel rockt den Förster“- Festival und ist hauptsächlich eine Art politisches Sommerfest für Freunde und Bekannte.

In den nächsten Jahren entwickelt sich das Festival immer weiter bis sich 2015, mit dem spontan Auftritt der Toten Hosen die Anzahl der Festivalgäste verdoppelte. Heute öffnet sich das Festival jedes Jahr für 2.500-3.500 Gäste.

Das Line-Up wird jedes Jahr geheim gehalten und die Gäste erfahren bis zum jeweiligen Auftritt der Künstler:innen nicht, wer spielt. Dies machen die Lohmeyers, da sie wollen, dass die Besucher:innen für die politische Veranstaltung und nicht wegen bestimmten Bands das Festival besuchen.

Die rechtsextremen Nachbar:innen der Lohmeyers in Jamel sind nur wenig begeistert von dieser politischen Veranstaltung. Am 13. August 2015 wird kurz vor Beginn des Festivals von Unbekannten die Scheune der Lohmeyers angezündet. Überreste des Brandes sind auf dem Festvalgelände noch heute zu sehen. Des Weiteren wurden 2016 Reifen der Autos von Festivalbesucher:innen zerstochen. Trotz diesen Anschlägen ist das Festival sicher, denn jedes Jahr kommt viel Polizei um das Gelände zu schützen.

Neben den Toten Hosen welche 2015 und 2025 in Jamel gespielt haben, traten noch viele weitere bekannte Künstler:innen und Bands auf, wie zum Beispiel:

Die Ärzte, Kraftklub, Deichkind, Sportfreunde Stiller, Bela B, Madsen, Bosse und Danger Dan

Jamel rockt den Förster 2026:

Dieses Jahr musste aufgrund von Starkregen das Programm am Freitag leider ausfallen, aber am Samstag konnte es mit Auftritten von Soffie, deine Cousine und Workshops von den Omas gegen rechts, ver.di Jugend Nord und dem Lünebecker CSD wieder stattfinden.

Nächstes Jahr ist das 20. Jubiläum des Festivals, um Tickets zu bekommen nimmt man an einer Verlosung teil.

„Jamel rockt den Förster“ ist ein Festival, eine politische Veranstalltung gegen Rechtsextremismus und wurde von Musiker Bela B auch als „das vielleicht wichtigste Festival in Deutschland“ bezeichnet.