Zwillinge – Ein Leben zum Teilen

Sie lassen sich kaum voneinander unterscheiden und sind doch oft sehr verschieden. Eineiige Zwillinge erzählen, wie das Leben im Doppelpack wirklich ist.

Auch an unserer Schule gibt es viele Zwillinge. Manchmal zusammen in einer Klasse und manchmal auch getrennt. Teilweise Leute, bei denen man es gar nicht erwartet hätte. Um kurz zu erklären wo der Unterschied zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen liegt, hier ein paar Fakten:
Weltweit ist durchschnittlich jede vierzigste Geburt eine Zwillingsgeburt. Eineiige Zwillinge wurden zum gleichen Zeitpunkt geboren und stammen von der gleichen Eizelle. Zweieiige Zwillinge wurden ebenfalls zum gleichen Zeitpunkt geboren, stammen jedoch von zwei verschiedenen Eizellen. Natürlich gibt es nicht nur Zwillinge. Möglich sind unter anderem Mehrlinge wie Drillinge und Vierlinge. Für viele Leute erschreckend sind siamesische Zwillinge (auch Doppelfehlbildung). Dieser Ausdruck bezeichnet eine Fehlentwicklung, bei der eineiige Zwillinge nach der Geburt körperlich miteinander verbunden bleiben. Eineiige Zwillinge sehen sich oft sehr gleich, während zweieiige meist total verschieden aussehen können.

Manche im Umfeld von Zwillingen wünschen sich ebenfalls einen Zwilling. Denn es gibt viele Vorteile: man überbrückt z.B. Einsamkeit, denn man hat immer jemanden, der für einen da ist, mit dem man reden kann und der zu einem hält. Auch wenn dies manchmal nervt, kann man sich ein Leben ohne den Anderen nicht vorstellen. Häufig wird einem auch vorgeschlagen, die Klasse auf Grund der zu verwechselnden Ähnlichkeit zu tauschen. Das ist gleichzeitig jedoch auch der größte Nachteil: Leuten, die einen nicht so häufig zu Gesicht bekommen, fällt es schwer, Zwillinge untereinander zu unterscheiden.

Ein weiterer Nachteil am Zwillingsdasein ist der ständige Vergleich zwischen den beiden. Es gibt immer nur das „wir“ und nie das einzelne „sie/er“ und „ich“. Oft wird man gleich eingeschätzt und in eine Schublade gesteckt, obwohl man eigentlich individuell beurteilt werden sollte.

Bei manchen Familien kommt es vor, dass man neben seinem Zwilling auch noch weitere Geschwister hat. So zum Beispiel auch in unserer Familie.
Oft fühlt sich das andere Geschwisterkind ausgeschlossen oder benachteiligt. Gerade in unnötigen Streitereien halten Zwillinge meistens zueinander. Nur in einem Streit gegen die Eltern halten alle zusammen.

Zwillingen fallen häufiger weitere Zwillingspaare auf und durch eigene Erfahrung finden sie schneller kleine Details, die den deutlichen Unterschied zwischen den Zwillingen zeigen. Letztendlich sind wir doch trotzdem alle froh Geschwister zu haben, egal ob Mehrlinge oder nicht. Und auch keine Geschwister zu haben, birgt manchmal Vorteile.

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