Besser spät als nie! Hier kommt der letzte Teil der Demokratie-Reihe, in dem wir uns mit unseren eigenen Jahrgängen befasst haben, bei denen externe Organisationen uns in der Schule besucht haben. Das waren zum einen der Verfassungsschutz in der Q1 und die Organisation „Radikale Töchter“ in der Q2. Schlussendlich sind wir zu einem abschließenden Fazit gekommen und blicken zuversichtlich auf weitere demokratische Aktionen für unsere Schulgemeinschaft.

Qualifikationsphase 1 – Rechts- und Linksextremismus Vorträge

Anders als in den Klassen zuvor erarbeitete die Q1 nicht im Klassenverband Themen zur Demokratie, sondern wurde in zwei große Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe war in der Aula, die andere im M-Haus. Beide Gruppen hörten sich zwei verschiedene Vorträge von Personen des Verfassungsschutzes an, welche nach der Hälfte der Zeit tauschten.

Der erste Vortrag (für die Gruppe in der Aula) war eine Präsentation und handelte von Rechts- und Linksextremismus und Arten wie Medien uns beeinflussen und unsere Daten nutzen können. Am Ende der Präsentation konnten wir Fragen stellen und es sind einige interessante Debatten aufgekommen. Wie zum Beispiel ob es eine Wehrpflicht geben sollte oder nicht.

Leider konnten wir hiervon keine Bilder machen und auch die Personen die uns besuchten müssen anonym bleiben. Jedoch gab es ein paar Tipps die uns anonym mitgegeben hat um sicherer mit Medien umzugehen:

  • Nehmt nicht alle Cookies an
  • Achtet darauf was ihr euch im Internet anschaut
  • Achtet darauf was ihr von euch und anderen postet

Die Person die den Vortrag hält erzählte uns auch, dass sie keine Form von Social Media besitzt, um sich zu schützen

Der zweite Vortrag war ähnlich wie der erste eine Präsentation über Links- und Rechtsextremismus. Das besondere an diesem Vortrag bzw. das, was uns im Kopf geblieben ist waren vor allem die Erzählungen der Person vom Verfassungsschutz. Sie erzählte uns von Videos, welche sie im Bezug zu ihrer Arbeit gesehen hatte mit teilweise verstörenden Inhalten. Ein Video handelte zum Beispiel von jemandem, der ein Baby an die Wand schmiss.

Nun habt ihr bestimmt schon einen guten Überblick, was die Jahrgänge 5. bis Q1 am Demokratietag erlebt haben. Wenn es euch interessiert wer die radikalen Töchter sind und was die Q2 mit ihnen erlebt hat lest euch gerne auch den letzten Teil der Demokratietag-Reihe durch.

Qualifikationsphase 2. Mut und neue Begeisterung für demokratische Werte, politisches Engagement durch Ansätze der Aktionskunst und des politischen Aktivismus

Im Jahrgang Q2 fand am Demokratietag ein externes Workshop-Angebot zum Thema Politik und Aktionskunst statt, das von der Künstlerinnen- und Aktivistinnengruppe Radikale Töchter gestaltet wurde. Die Radikalen Töchter sind ein politisches Aktionskunst-Kollektiv, das sich mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen, Demokratie und politischer Teilhabe auseinandersetzt. Ihr Ziel ist es, besonders junge Menschen dazu zu ermutigen, eigene politische Themen zu erkennen und kreative Formen zu finden, um diese öffentlich sichtbar zu machen.

Der Workshop bestand aus drei Blöcken. Am Morgen kamen wir in die Mensa, wo der erste Teil stattfand: ein Speeddating mit einer Einführung in das Thema Aktionskunst. Mit eindrucksvollen Präsentationen stellten sich die Radikalen Töchter vor, erklärten ihre Arbeitsweise und zeigten Beispiele früherer Aktionen. Auch optisch blieben sie im Gedächtnis. Ihre auffälligen Outfits, die man auch auf den Fotos erkennen kann, unterstrichen ihren künstlerischen Ansatz und sorgten sofort für Aufmerksamkeit.

Der Jahrgang wurde in kleinere Gruppen geteilt, um ihre eigenen Ideen weiter auszuarbeiten und Demokratie aktiv zu erleben, indem sie selbst Position bezogen und Handlungsmöglichkeiten entwickelten.

Es ging um eine persönliche Auseinandersetzung mit eigenen „Wut-“ und „Mut-Themen“. Die Schülerinnen und Schüler wurden dazu angeregt, darüber nachzudenken, was sie gesellschaftlich wütend macht, wofür sie mutig einstehen würden und welche politischen Themen für sie selbst relevant sind. Darauf aufbauend folgte eine Gruppenarbeitsphase, in der konkrete Ideen für kleine Aktionen entwickelt wurden, sogenannte Blitzkonzepte.

Leider konnten wir diesen Teil nur noch kurz begleiten, da wir anschließend in andere Klassen weitergegangen sind. Aus Gesprächen im Nachhinein haben wir jedoch erfahren, dass viele den Workshop als positiv erlebt haben, besonders die Möglichkeit, selbst kreativ und politisch aktiv zu werden.

Gleichzeitig gab es aber auch Verbesserungsvorschläge: Einige konnten den direkten Zusammenhang zwischen Aktionskunst und Demokratie nicht sofort erkennen. Unsere persönliche Ansicht ist aber, dass genau diese Diskussion jedoch zeigt, wie vielfältig Demokratie verstanden werden kann, und dass politische Beteiligung nicht nur im Klassenzimmer oder durch Wahlen stattfindet, sondern auch durch kreative Ausdrucksformen und öffentliche Aktionen.

Insgesamt sind wir von dem Konzept eines Demokratietages sehr überzeugt und haben durch unsere Recherche mitbekommen, wie wichtig es ist, politische Bildung in unserem Schulalltag zu integrieren. Wir hoffen, dass der Demokratietag sich in Zukunft weiter durchsetzt und fortentwickelt werden kann und danken für das Engagement der Lehrkräfte und der externen Organisationen, die sich die Zeit für uns genommen haben.