Im ersten Teil unserer Reihe zum Demokratietag haben wir euch einen Überblick über den Hintergrund und die Ziele dieses besonderen Projekttages gegeben. In Teil zwei nehmen wir euch nun weiter mit in die Jahrgänge acht bis in die zehnte Klasse. Wir zeigen Eindrücke aus den verschiedenen Jahrgängen, berichten von Gesprächen mit Mitschüler:innen und Lehrkräften und geben einen Einblick in die vielfältigen Projekte, die Demokratie an unserer Schule lebendig gemacht haben.
Jahrgang 8. Zusammenleben und Partizipation
Im weiteren Verlauf des Demokratietags sind wir in den achten Jahrgang gegangen. Dort wurde Demokratie ganz praktisch erlebbar: In einem Planspiel gründeten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Dorfgemeinschaft. Ziel war es, demokratische Prozesse zu erleben, zu reflektieren und ihre Bedeutung für den eigenen Alltag zu erkennen.
An großen Tischen saßen die Gruppen zusammen, planten ihre Gemeinschaft, sammelten Ideen und tauschten sich intensiv aus. Wir konnten beobachten wie zugehört, argumentiert, abgewogen, manchmal auch widersprochen, aber schließlich gemeinsam nach Lösungen gesucht wurde. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die aktive Beteiligung und Verantwortung für ein funktionierendes Miteinander sind.
Das Planspiel sollte anschaulich zeigen, wie sich Demokratie vom „Dorf“ in die Schule und darüber hinaus in den Alltag übertragen lässt.

Jahrgang 9. Forum Kippenberg – Wir packen unsere Themen an!
Anschließend gingen wir weiter und besuchten den neunten Jahrgang. Dieser beschäftigte sich damit, Voraussetzungen für individuelles und gemeinsames politisches Handeln zu schaffen – vor allem durch das Erleben von Selbstwirksamkeit und das Übernehmen von Verantwortung.
Dazu arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an Gruppentischen an Ideen zur Modernisierung der Schule. Sie setzten sich unter anderem mit den Fragen auseinander, was verbessert und was neu eingeführt werden könnte. Als Einstieg erhielten sie dafür verschiedene Vorschläge, aus denen sie sich schließlich für das Thema „Toiletten“ entschieden. Dieses Themengebiet konnten sie im Anschluss weiter ausarbeiten, beispielsweise mit Hilfe folgender Fragen: Wer ist verantwortlich? Wie könnten die Kosten verteilt werden? Wie sollte die Gestaltung aussehen? Die verschiedenen Gruppentische beschäftigten sich jeweils mit unterschiedlichen Teilbereichen. Als wir den Raum betraten, stellte gerade eine Gruppe ihre Planung für die Umbauarbeiten vor der Klasse vor. Eine Schülerin schrieb währenddessen die wichtigsten Punkte mit, sodass alle die Notizen an der Tafel mitverfolgen konnten.
Die geplanten Modernisierungsmaßnahmen sollten verdeutlichen, wie wichtig Beteiligung und soziales Lernen für eine funktionierende Gemeinschaft sind.

E-Phase: „Stories that move“
Nachdem wir in der 9. Klasse waren ging es für uns weiter in die E-Phase. Hier waren wir zu Besuch bei der Eb. Ihr Thema war „Stories that move“ (Geschichten, die bewegen), es ging um Diskriminierung, Exklusion und Diversität.
Auf einer Internet Seite sollten die Schüler:Innen Begriffe aufschreiben die ihnen zum Thema „Diskriminierung begegnen“ einfielen. Als wir in den Raum kamen war diese Website bereits an die Wand gebeamt und zeigte alle Ideen, die die Schüler:Innen hatten. Zum Beispiel Herkunft, Misshandlung, Ausgrenzung, Hass, Mobbing, Sexismus und vieles mehr.
Das Profil klärte gegenseitig einige unklare Wörter und ging mit verschiedenen Fragen der Lehrerin und auch der Schüler:Innen tiefer in das Thema ein. Wir merkten wie unterschiedlich die Gedanken zu diesem Thema waren und es war sehr interessant unterschiedliche Standpunkte zu hören und verschiedene Aspekte zu vertiefen.

Im nächsten Teil geht es weiter mit der Q1 und Q2. Da wir selbst aus der Q1 und Q2 kommen, konnten wir hier besonders viele Informationen sammeln. Diese möchten wir im nächsten Artikel noch einmal ausführlicher und separat darstellen. Ihr könnt den nächsten Teil gern weiterverfolgen oder für den Zusammenhang noch einmal zum ersten Teil zurückkehren.