Bullet Journaling

Ein Bullet Journal… was ist das eigentlich genau?

Nach dem Motto „Track the past; organize the present; plan the future“ kann man in ein Bullet Journal alles reinschreiben, was wichtig ist. Das können Termine, To Do- und Packlisten, aber auch Texte, die Gedanken oder Erinnerungen beinhalten sein. Das praktische ist, dass man nicht mehr so viele Zettel hat, die herumfliegen und für Chaos sorgen. Alles ist an einer Stelle. Du kannst es als eine Art Tagebuch oder wie einen Kalender benutzen, es eben auf deine Bedürfnisse anpassen.

Klingt ja eigentlich ganz cool, aber wie genau fängt man das an?
Für den Anfang ist es wichtig, dass man immer im Hinterkopf behält, dass man nichts perfekt hinbekommen muss!

Am Anfang sind die Linien dann vielleicht einfach etwas schief, die Ideen noch nicht so gut und die Handschrift nicht ganz so schön, aber all das kommt mit der Zeit! Außerdem bist du vielleicht stolz auf dich, wenn man nach ein paar Wochen deine Entwicklung sieht.
Am besten überlegst du dir, was alles in dein Bullet Journal soll und passt dann das Design für die Woche darauf an.
Du kannst dir für jede Woche ein anderes Design ausdenken, mit neuen Kategorien anderen Farben und Anordnungen. Man sammelt schnell Erfahrungen und irgendwann kommen auch die Ideen von ganz alleine.

Was braucht man dazu?

Fürs Bullet Journaling benötigt man einige schöne Stifte und ein Notizbuch. Es gibt sie als Hardcover, Softcover oder Ringbuch in blanko, kariert, liniert und gepunktet. Das beste Buch fürs Bullet Journaling gibt es nicht. Du musst selbst entscheiden, welche Form dir am Meisten liegt. Die jedoch am Meisten verbreitete Variante ist das Punkteraster. Es hilft besonders am Anfang gerade zu schreiben und symetrischer zu gestalten. Beim Aussuchen des perfekten Bullet Journals sollte man auch auf die Dicke der Seiten achten. Besonders, wenn du mit Farben arbeiten möchtest, solltest du darauf achten, dass die Seiten dick sind. Wenn die Seiten zu dünn sind, drücken die Stifte durch und hinterlassen nicht sehr schöne Spuren auf der Rückseite. Deshalb sollte man auch bei der Auswahl der Stifte aufpassen. Praktisch ist grundsätzlich immer ein Bleistift, um die Layouts vorzuzeichnen. Man sollte sich außerdem gute schwarzen oder bunten Fineliner besorgen, mit dem man schreibt und Linien zieht. Hierbei kann man natürlich auch zwischen verschiedenen Stiftdicken unterscheiden. Ich persönlich benutzte hauptsächlich drei schwarze Fineliner, mit den Größen 1, 3 und 5. Sehr beliebt sind auch Brushpens. Das sind Pinselstifte, mit denen man die Seiten durch kreative Handletterings verschönern kann. Beim Handlettering malt man einen Schriftzug oder eine Überschrift, wobei es verschiedene Schriftarten, Banner und Verzierungen gibt. Man sollte sich nach Möglichkeit die verschiedene Stiftarten vom gleichen Hersteller besorgen, da die Stifte häufig darauf ausgerichtet sind, dass sie bei gemeinsamer Benutzung nicht verwischen oder verschmieren. Außerdem ist es immer hilfreich, beim Bullet Journaling ein langes Lineal und besonders auch ein Geodreieck zur Verfügung zu haben.

Anordnungen, Kategorien und Übersichten

Es gibt viele Möglichkeiten, was man wie aufschreiben kann.
Es ist üblich sich für jede Woche eine Wochenübersicht (Weekly Log) anzulegen, also eine (meist) Doppelseite mit einem Feld für jeden Tag (DailyLog). Außer diesem Feld kann man kleinere Erinnerungen festhalten, Sachen einkleben, die an einen schöne Erlebnisse erinnern, der Seite durch Zeichnungen, Sprüche oder ähnliches ein spezielles Design geben und sich motivieren.
Motivieren? Wie denn das?
Das passiert von ganz alleine. Wenn man beispielsweise seine ToDo‘s in sein Bullet Journal aufschreibt und diese dann abhakt, dann möchte man möglichst viele Haken und möglichst wenige Kreuze haben, was einen automatisch dazu bringt, dass man viel erledigt.
Ein anders Beispiel: Das Handy.
Du bist unzufrieden mit der Menge an Zeit, die du mit deinem Handy statt mit Erledigungen verbringst? Dann kannst du dir eine Tabelle oder ein Diagramm in dein Bullet Journal zeichnen, wo du dann jeden Tag deine Bildschirmzeit einträgst. Damit die Statistik gut ausfällt musst du auf die Zeit, die du am Handy verbringst achten.
Oder möchtest du einen Überblick über deine Ernährung bekommen? Dann kannst du jeden Tag, entweder als eigene Kategorie am Rand oder in jedes Tagefeld eintragen, was du zum Frühstück, zum Mittagessen, zum Abendessen oder als kleinen Snack zwischendurch gegessen hast.
Du spielst ein Instrument und würdest gerne mehr üben, vergisst das aber immer? Dann kannst du an den Rand ein kleines Feld zeichnen, das dich daran erinnert zu üben und das du dann nach dem Üben abhaken kannst. Das kannst du alternativ auch, zusammen mit anderen Kategorien, in einem sogenannten „Habit Tracker“ eintragen.

Wenn du dein Bullet Journal hauptsächlich als Kalender verwendest, dann kannst du dir, um einen Überblick über Termine, die über einen größeren Zeitraum verteilt sind neben der Wochenübersicht auch eine Monats- und eine Jahresübersicht, einen sogenannten Future Log anlegen. Dort kann man dann beispielsweise Geburtstage, die Ferien, besonders wichtige Ereignisse, Klassenarbeiten und andere Termine eintragen.

Aufbau

Am Anfang eines Bullet Journals kommt der Index, für den du dir einige Seiten, besser zu viele als zu wenige, freihalten solltest.

Darauf folgen dann erst Jahres-, dann Monats- und Wochenübersichten. Dazwischen können aber auch ein Habit Tracker, ein Deckblatt oder Listen kommen.

Wenn du noch mehr Ideen und Inspirationen suchst, dann wirst du auch im Internet fündig werden. Es gibt zahlreiche Ideen, die auf Blogs und in anderen sozialen Medien geteilt werden.

Viel Spaß beim Schreiben, Malen und kreativ sein!

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