Die Musical (Ganztags)proben

Es ist wieder die Zeit kurz vor den Musical-Aufführungen. Die Zeit, wo viele musikbegeisterte SchülerInnen und LehrerInnen im Unterricht fehlen, da sie Ganztagsproben haben. Aber was ist das eigentlich?

Bei den Ganztagsproben wird, wie der Name schon sagt, den ganzen Tag lang für das Musical geprobt. Das Hauptziel ist es, aus den einzelnen Gruppen ein Ensemble und eine Show zusammenzusetzen. Chor, Orchester, Schauspiel, Tanz, Technik und Bühnenbild kommen zusammen. Letzte Absprachen zwischen Solisten und Orchester, sowie dem Schauspiel und dem Chor und eigentlich allen Beteiligten müssen getroffen werden. Und all das in vielen Durchläufen, aber auch besonders zu Beginn noch vermehrt zu spezifischen Szenen. Einen ganzen Tag lang zu proben kann manchmal ganz schön anstrengend werden, insbesondere wenn man so viel mehr Zeit in der Schule verbringt als normalerweise. Trotz allem ist die Musical Zeit eine spaßige, lehrreiche und interessante Zeit, in der auch Freundschaften und Bekanntschaften zwischen den Jahrgängen entstehen.

“Weiter spielen! Die Übergänge müssen sich schneller anschließen!“, hört man es in der Aula kurz vor den Ganztagsproben für das Musical „TITANIC“ häufig. Das Zwischenziel für viele Beteiligte war es bis zu den Ganzatgsproben soweit mit den eigenen Bereichen fertig zu sein, damit dort alles zusammengesetzt werden kann. Doch überall gibt es noch viel zu tun. So herrschte bei den Schauspielern eine gemischte Stimmung in den Proben die von einem gestressten „von wo muss ich nochmal auftreten?“, „Bin ich jetzt dran?“ oder einem „Wo ist mein Requisit?“ zu entspannten Lachern über komische Szenen und hilfsbereite Doppelbesetzungen die quer über die Bühne laufen und versuchen spontan für kranke Kollegen einzuspringen.

Aber wie laufen Schauspielproben für ein Musical überhaupt von Anfang an ab?

Bei den ersten Proben geht es zuerst darum, zu verstehen was eigentlich die Persönlichkeit der Figur die man spielt ausmacht. Anschließend heißt es die Szenen anzulegen. Das bedeutet zu schauen, wer tritt wann von wo auf, sagt was zu wem, wie fühlt er sich dabei, und vieles mehr auf das geachtet werden muss. Bei diesen ersten Proben haben die Schauspieler ihr Textbuch noch dabei, aber sobald die Szene angelegt ist muss der Text auswendig gelernt werden. So kann man sich bei der nächsten Probe noch mehr auf das Schauspielen konzentrieren ohne ständig am Textbuch zu kleben. Sind die einzelnen Szenen angelegt geht es darum immer mehr zusammenzufassen um auch Übergänge und andere Wechsel zu proben. Nach und nach werden so aus den einzelnen szenischen Proben immer mehr Durchläufe. Doch auch die sind anfangs noch keine „richtigen“ Durchläufe. Immer wieder wird unterbrochen, da irgendetwas nicht ganz so geklappt hat wie es sollte.

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