Tipps gegen Menstruationsbeschwerden – Wenn man nur noch rot sieht

Erdbeerwoche, Fräulein Rot, Tage oder auch einfach Menstruation. Durchschnittlich bekommt man mit 13 Jahren zum ersten Mal Besuch von der roten Welle. Viele Mädchen meistern die erste Regelblutung mit Bravur, andere dagegen haben starke Probleme in eine gewisse Routine zu gelangen, wissen nicht genau wie sie mit den Schmerzen umgehen sollen und sind schlicht überfordert mit der ungewohnten Situation. Lasst euch eines sagen: Mit jedem Zyklus wächst man an Erfahrungen und Gewohnheiten. Im Folgenden möchte ich euch gerne einige Tipps und Tricks vorstellen, die euch die „schönste Zeit im Monat“ erleichtern. Bitte bedenkt, dass jeder Körper verschieden mit der Periode umgeht und somit auch sehr unterschiedlich mit verschiedenen Situationen umgeht. Aber fangen wir an…

1. Viel Trinken
Vermutlich ist die Floskel „viel Trinken ist gesund“ jedem bekannt. Aber genau so viel Wahrheit steckt auch in der Aussage: Euer Körper funktioniert am besten mit viel Flüssigkeit im Organismus. Während der Monatsblutung ist das auch nicht anders. Daher: Trinkt am besten so viel Wasser wie möglich. Dafür empfehle ich euch immer eine Flasche Wasser in der Tasche oder ein Karaffe auf dem Tisch stehen zu haben. Falls euch das Wasser an sich zu langweilig oder zu geschmacksneutral ist, könnt ihr auch frisches oder tiefgekühltes Obst, wie Erdbeeren, Himbeeren oder Orangen, aber auch einige Gemüsesorten, wie Gurken, in das Wasser geben. Auch Tee, egal ob heiß oder kalt, sorgt für angemessenen Flüssigkeitszufuhr.

2. Spezielle Teesorten lösen Krämpfe
Bleiben wir beim Thema Trinken: Gerade bei starken Unterleibschmerzen wissen sich viele nicht anders zu helfen, als eine Schmerztabletten zu nehmen. Aber es geht auch anders und ganz ohne chemische Wirkstoffe: Spezielle Teesorten haben krampflösende und entspannende Wirkungen und sind auch wesentlich kostengünstiger als Schmerztabletten. Diese Tees findet ihr entweder in der Apotheke oder auch ganz einfach in der Drogerie. Ich persönlich kann euch den „Frauentee“ von dm empfehlen (der steht im Teeregal und ist in einer auffälligen, pinken Verpackung).

3. Viel Bewegung
Wie auch bei Krämpfen in anderen Körperregionen, hilft es, die betroffene Stelle behutsam, aber dennoch gezielt zu belasten. Da es allerdings schwierig ist, ein Organ in Bewegung zu setzen, helfen „normale“ und alltägliche Bewegungen wie gehen, Rad fahren oder auch dehnen vollkommen. Falls ihr privat Sport treibt, lasst euch trotz der (starken) Menstruationsbeschwerden nicht aufhalten, sondern nehmt die Schmerzen als Grund zum Sport zu gehen.

4. Viel Ruhe
Während der gesamten Periode steht euer Körper vor einem gewaltigen Stresspegel. Es ist anstrengend, alles „unnötige“ abzustoßen. In dieser Zeit kann es sein, dass ihr schneller müde werdet, mehr Schlaf braucht und allgemein kaum Energie zur Verfügung stehen habt. Und das ist vollkommen in Ordnung und normal. Gönnt euch eine Auszeit, schnappt euch euren Laptop, macht es euch gemütlich und stellt euch etwas zu Trinken parat. Auf alle Fälle solltet ihr (künstlichen) Stress vermeiden oder
Sonst: Früher schlafen gehen ist keine Schande!

5. Wärme
Gegen die Krämpfe ist vermutlich die allbekannte und altbewährte Wärmflasche nach wie vor eine leichte, aber dennoch sehr effektive Lösung. Achtet dabei aber auf jeden Fall darauf, dass sie heiße Wärmflasche, sofern sie aus Gummi oder ähnlichen Material ist, nicht direkt auf dem Bauch liegt, da sie sonst zu heiß sein kann und mehr Schmerzen verursacht als sie beseitigt. Falls eure Wärmflasche keinen Bezug hat, könnt ihr sie auch in ein T-Shirt wickeln. Alternativ dazu gibt es auch noch elektrisch betriebene Wärmekissen oder auch Kirschkernkissen, die in der Mikrowelle erhitzt werden.

6. Keine „künstlichen“ Einschränkungen
Generell bringt es nichts, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Und gerade, wenn der gesamte Körper in einen emotionalen Ausnahmezustand befindet, sollte man sich nicht noch zusätzlich einschränken. Esst, worauf ihr Lust habt (natürlich dennoch nicht im Übermaß): Wenn euch nach Schokolade ist, dann esst Schokolade.
Allerdings solltet ihr Versuchen, auf Alkohol und Drogen jeglicher Art, Koffein, also Kaffee, Cola oder auch Energy-Drinks, sehr fettiges und salziges Essen zu verzichten.

7. Magnesium
Wie auch bei anderen Krämpfen, hilft eine verstärkte Zufuhr von Magnesium bei der Lösung der Krämpfe. Magnesium ist in einigen Lebensmitteln verstärkt zu finden, wie zum Beispiel in Nüssen, Spinat oder auch in Bananen. Alternativ dazu erhält man auch in der Drogerie, in der Apotheke und auch in gut sortierten Supermärkten. Ein wenig Magnesium pro Tag kann die Periode erleichtern. (!!!Achtung: Zu große Mengen an Magnesium können Durchfall verursachen!!!)

8. Massagen
Jeder weiß, dass eine Massage manchmal Wunder wirken kann. So hilft eine Massage bei einigen Mädchen auch bei (starken) Menstruationsbeschwerden: Kreisende Bewegung auf der Bauchdecke können zu einer sofortigen Entspannung führen. Dafür müsst ihr die Hand im Bereich zwischen dem Bauchnabel und dem Becken gleichmäßig und mit ein wenig Druck rotieren lassen. Auch am Rücken gibt es einen sogenannten „Akupressurpunkt“: Dieser befindet sich am unteren Rücken, ungefähr auf Höhe der Stelle, wo der Hosenbund sitzt. Probiert es einfach mal aus!

Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp dabei, den ihr noch nicht kanntet und mal ausprobieren wollt. Aber wie gesagt: Jeder Körper geht anders mit den Schmerzen und Krämpfen um und nicht jeder Ratschlag ist für jeden Körper der richtige.
Falls ihr mit sehr starken Schmerzen zu kämpfen habt, redet mit euren Eltern, vielleicht auch lieber nur mit eurer Mutter, über die Beschwerden. Nehmt nur eine Tablette, wenn eure Eltern davon wissen und übertreibt es nicht! Besucht lieber einmal mehr einen Arzt und lasst euch da ganz individuell beraten.

Das könnte Dich auch interessieren...